mit LEGO SPIKE
Das Projekt „Medienkompetenz für Kinder mit LEGO® SPIKE“ der Junior-Uni Ruhr ist ein außerschulisches Bildungsangebot für Grundschulkinder aus benachteiligten Stadtteilen . Ziel ist es, Kinder spielerisch an digitale Medien, Robotik, KI und Programmierung heranzuführen und sie im verantwortungsvollen Umgang mit Technik zu stärken. Neben technischen Kenntnissen vermittelt das Projekt kritisches Denken, Teamarbeit und Problemlösungsfähigkeit , um die Chancengleichheit in der digitalen Bildung zu fördern.
Das Projekt nutzt iPads mit der LEGO® SPIKE-App als Lernwerkzeug, um Technik und Programmierlogik praxisnah zu vermitteln. Die Ausstattung wird von der Junior-Uni bereitgestellt, damit die Durchführung unabhängig von der technischen Infrastruktur der Schulen ist.
Die Methodik basiert auf:
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Handlungsorientierung: Kinder lernen durch eigenes Ausprobieren.
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Kooperatives Lernen: Arbeiten in Teams.
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Gamification: Motivation durch spielerische Elemente und Wettbewerbe.
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Reflexion: Förderung eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken digitaler Medien.
Damit fördert das Projekt nicht nur technische Kompetenz , sondern auch Kreativität, Selbstvertrauen und kritische Medienkompetenz von Kindern, die sonst wenig Zugang zu digitaler Bildung haben.
Im Projektverlauf nahmen insgesamt 28 Gruppen und 326 Schüler*innen an 4 Mülheimer Grundschulen an dem Projekt teil. Im Detail hat die Erich-Kästner-Grundschule fünf Gruppen mehr als geplant mit mehr als 10 Kindern pro Workshop durchgeführt, an der Brüder-Grimm-Schule fanden insgesamt 9 Workshops statt 3 für insgesamt 104 Kinder statt, die Grundschule im Dichterviertel hat seit Ende September insgesamt 10 Workshops für genau 100 Kinder veranstaltet, und an der Martin-von-Tours-Schule fand ein Workshop mit insgesamt 24 Kindern und deren Eltern statt, der dann aber auf 3 Stunden ausgeweitet wurde.
Wie geplant erfolgte die Durchführung im Rahmen von offenen Kursangeboten innerhalb des Schulalltags. Dadurch konnten insbesondere Kinder erreicht werden, die im häuslichen Umfeld nur eingeschränkten Zugang zu digitaler Bildung haben.
Auch die Konzeption als zweiteilige Workshop-Reihe hat sich bewährt. Diese Struktur ermöglichte eine intensive Betreuung sowie ein konzentriertes, handlungsorientiertes Lernen.
Ziel war es, Technik und logisches Denken miteinander zu verknüpfen, etwa indem die Roboter selbstständig Parcours bewältigten oder auf Umgebungsreize reagierten. Dabei wurden Problemlösungsstrategien entwickelt, getestet und gemeinsam reflektiert.
Die Nutzung eigener iPads erwies sich als zentraler Erfolgsfaktor. Da viele Kooperationsschulen nicht über ausreichend funktionsfähige Tablets verfügen, stellte die projektinterne Ausstattung die reibungslose Durchführung aller Workshops sicher. Die Tablets wurden ausschließlich als Lernwerkzeug eingesetzt und unterstützten einen strukturierten, sicheren und altersgerechten Zugang zu digitalen Medien.
Evaluation Als Abweichung zum Projektantrag muss festgehalten werden, dass einige Kinder wesentlich lieber gemeinsam zu zweit an einem Projekt mit einem iPad gearbeitet haben als alleine. Das ist der Grund für die gestiegene Anzahl der Kinder.
Insgesamt nahmen weniger Schulen als vorgesehen an dem Projekt teil. Aber die Schulen, die wir erreicht haben, waren so begeistert, dass wir wesentlich mehr Gruppen bzw. Kinder erreichen konnten als geplant. Durch viele Gespräche mit Kursleiter*innen, Lehrer*innen und Schulleiter*innen wurde bestätigt, dass durch den niedrigschwelligen, praxisnahen Ansatz vor allem Kinder erreicht und gestärkt wurden, die ansonsten nur begrenzte Zugänge zu digitaler Bildung haben, wie auch die Email im Anhang zeigt.
Fazit
Die Projektziele wurden in vollem Umfang erreicht. Die teilnehmenden Kinder zeigten eine hohe Motivation, große Neugier und ein wachsendes Selbstvertrauen im Umgang mit Technik. Viele Kinder konnten erstmals eigene Programmiererfahrungen sammeln und
erlebten, dass sie technische Herausforderungen eigenständig bewältigen können. Neben technischen Grundkenntnissen wurden insbesondere Kreativität, logisches Denken, Teamfähigkeit und Medienkritik nachhaltig gefördert.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Projekt „Medienkompetenz für Kinder mit LEGO® SPIKE“ einen wichtigen Beitrag zur digitalen Bildung und Chancengleichheit geleistet hat. Das Projekt hat gezeigt, dass frühzeitige, gezielte Förderung im Grundschulalter entscheidend dazu beiträgt, Medienkompetenz aufzubauen und kein Talent unentdeckt zu lassen.