Antragsteller*in: Hertener Bürgerstiftung
Ziel: Das Projekt verfolgt das Ziel, durch die Anschaffung neuer, flexibler Lernmöbel die Lernmotivation, Konzentration und die gesundheitliche Entwicklung der Schüler*innen der Barbaraschule zu verbessern. Flexible Arbeitsplätze wie Stehtische, Anti-Ermüdungsmatten und mobile Sitztische sollen unterschiedliche Lernbedürfnisse berücksichtigen, Bewegungsmöglichkeiten in den Unterricht integrieren und dadurch Unruhe reduzieren, die Lernatmosphäre verbessern und die Lehr- und Lernqualität nachhaltig steigern.
Fördersumme: 2.917,00 €
Der komplette Förderantrag ist hier verlinkt…
Salma berichtet vom Projekt:
Der Jugendrat der Anneliese Brost-Stiftung freut sich sehr über die erfolgreiche Umsetzung des Projekts „Besser lernen in der Barbaraschule“, das durch eine Förderung von 2.917 Euro ermöglicht wurde. Mit der Unterstützung der Hertener Bürgerstiftung konnten neue flexible Lernmöbel angeschafft werden, die den Schüler*innen der Barbaraschule vielfältige Arbeitsmöglichkeiten bieten und ihre Konzentration, Lernmotivation sowie ihr Wohlbefinden nachhaltig stärken sollen.
Das Projekt verfolgte das Ziel, durch bewegungsfreundliche Arbeitsplätze wie Stehtische, mobile Sitztische und Anti‑Ermüdungsmatten unterschiedliche Lernbedürfnisse zu berücksichtigen und Unruhe im Unterricht zu reduzieren. Die neuen Möbel wurden sowohl in den Klassenräumen als auch auf den Fluren eingerichtet, sodass die Kinder ihren Lernort flexibel wählen können. Begleitet wurde die Umsetzung durch pädagogische Beobachtungen sowie Vorher‑/nachher‑Befragungen von Lehrkräften und Schüler*innen, um Veränderungen in Lernatmosphäre, Konzentration und Störungsfrequenz sichtbar zu machen.
Beim Besuch des Jugendrats, vertreten durch Salma El Bouchtaoui und Sousant Almouti, wurden wir von Frau Strunk herzlich empfangen. Sie stellte uns die Klassenlehrerin der Froschklasse vor, die uns von ihren Erfahrungen mit den neuen Möbeln berichtete. Besonders deutlich wurde, dass viele Kinder, insbesondere neurodiverse Schüler*innen, durch den Wechsel des Arbeitsplatzes schneller zurück in die Konzentration finden konnten oder sich beruhigen können. Die Möglichkeit, zwischen Stehtischen, Sitztischen und Matten zu wechseln, wirkt für viele wie ein kleiner Neustart, der ihnen hilft, sich wieder auf den Unterricht einzulassen. Die Lehrerin schilderte außerdem, dass der Klassenraum insgesamt ruhiger geworden sei und die Kinder achtsamer miteinander umgehen.
Im Anschluss wurden auch mehrere Schüler*innen eingeladen, die ihre eigenen Eindrücke schilderten. Sie berichteten, dass ihnen die neuen Arbeitsplätze helfen, sich besser zu konzentrieren, weil sie sich bei Bedarf kurz zurückziehen oder die Position wechseln können. Die Vielfalt der Lernorte wird von ihnen als entlastend und motivierend wahrgenommen. Besonders schön war zu sehen, dass die Kinder zusätzlich zu den geförderten Möbeln weitere kreative Arbeitsmöglichkeiten nutzen dürfen: Sie drehen ihre Stühle um, stecken die Füße durch die Rückenlehne oder
arbeiten auf Teppichen, die ihnen von der Lehrkraft zur Verfügung gestellt werden. Dadurch entsteht eine Lernumgebung, die Bewegung zulässt und individuelle Bedürfnisse berücksichtigt.
Die Wirkung des Projekts ist bereits deutlich spürbar: Die Konzentration der Kinder hat sich verbessert, Müdigkeit und innere Unruhe sind reduziert, und die Lernatmosphäre ist insgesamt ruhiger. Die neuen Möbel fördern die Beteiligung der Schüler*innen am Unterricht und steigern langfristig ihre Lernmotivation. Gleichzeitig wird sichtbar, dass unterschiedliche Lern‑ und Bewegungsbedürfnisse als normaler Bestandteil des Unterrichts anerkannt werden. Die Barbaraschule plant, das Konzept bei anhaltendem Erfolg auf weitere Klassen auszuweiten, und auch im Netzwerk des km2 Bildung Herten besteht Interesse an einer Übertragung auf weitere Grundschulen.
Der Jugendrat und die Anneliese Brost-Stiftung bedanken sich herzlich bei der Hertener Bürgerstiftung, der Barbaraschule und allen beteiligten Lehrkräften für ihre Zeit, ihr Engagement und die erfolgreiche Umsetzung dieses wertvollen Projekts. Ein besonderer Dank gilt Frau Strunk und der Klassenlehrerin der Froschklasse für ihre Offenheit und die eindrucksvollen Einblicke in den Projektverlauf. Wir freuen uns sehr über den Besuch und sind überzeugt, dass die positiven Auswirkungen des Projekts langfristig das Lernen und Wohlbefinden der Kinder stärken werden.