Neues Projekt der Ehrenamt-Agentur Essen: Engagierte BürgerInnen stärken die Willkommensstruktur – LotsInnen für Flüchtlinge


Willkommen

Wie in vielen deutschen Kommunen, macht auch in Essen die aktuelle und zukünftige Flüchtlingssituation die Umsetzung innovativer Ansätze zur Eingliederung von Flüchtlingen in ihren Wohnquartieren erforderlich.

Die Ehrenamt Agentur Essen e.V. startete zum 01. Mai 2015 mit „Ehrenamtliche LotsInnen für Flüchtlingsfamilien in Essen (ELO)“ ein Projekt, das die lokale Willkommenskultur stärken soll. In dem Projekt bekommen Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien, die von den örtlichen Aufnahmestellen in eine Privatwohnung vermittelt wurden, ehrenamtliche LotsInnen zur Seite gestellt. Sie unterstützen die Asylsuchenden auf informelle Weise dabei, sich am neuen Wohnort und vor allem im Quartier zu Hause zu fühlen und den Alltag besser zu bewältigen. Die LotsInnen sind BürgerInnen, die sich für das Ziel der verbesserten sozialen und kulturellen Teilhabe engagieren und eine Brücke zu ihrem Stadtteil schlagen wollen.

Durch „ELO“ sollen nachbarschaftliche Kontakte gefördert werden. Die LotsInnen schenken den Flüchtlingsfamilien Zeit und Aufmerksamkeit und geben soziale Orientierung. Sie bieten den Neuankömmlingen konkrete Hilfestellungen, in dem sie mit ihnen z.B. bestehende kommunale Beratungs- und Betreuungsangebote aufsuchen. Flüchtlinge und LotsInnen begegnen einander durch gemeinsame Aktivitäten auf Augenhöhe und können so voneinander lernen. Hierzu gehören u. a. Besuche von städtischen Parkanlagen, Spielplätzen, Sportvereinen und Straßenfesten. Die Flüchtlingsfamilien werden so ganz direkt an die stadtteilbezogene Infrastruktur herangeführt. Neben dieser persönlichen Begleitung werden im Projektverlauf stadtteilorientierte Veranstaltungen durchgeführt, welche die Willkommenskultur im Quartier unterstützen und das Knüpfen von Kontakten erleichtern.

Das Projekt „ELO“ trägt dazu bei, Flüchtlinge und ihre Familien in Essen willkommen zu heißen, durch interkulturelle Begegnungen das gegenseitige Verständnis zu verbessern und somit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Das Pilotprojekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVBS) mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und der Anneliese Brost – Stiftung über 3 Jahre gefördert. Für die Anneliese Brost-Stiftung wird dies sicher ein neues Modell!

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