Aus unserem Leuchtturm „Kinderheim Funkstiftung“: Teil 1 „Erfolgsgeschichten der Lehrerinnen“

Aus unserem Leuchtturm „Kinderheim Funkstiftung“: Teil 1 „Erfolgsgeschichten der Lehrerinnen“

Seit mehr als 10 Jahren unterstützt die Anneliese Brost-Stiftung die Arbeit des städtischen Heimverbundes durch die Finanzierung von zwei Lehrerinnen, einer Heilpädagogin und einem Freizeitpädagogen und deren Sachkosten. Es ist deshalb auch mal Zeit in einer Serie von 3 Beiträgen die Arbeit der beiden Lehrerinnen, der Heilpädagogin und des Freizeitpädagogen detaillierter dazustellen.

Beginnen wollen wir mit einem aktuellen Statusbericht, auch einigen Erfolgsgeschichten der beiden Lehrerinnen.

Die schulische Förderung der Heimbewohner bezieht sich bei den meisten Schülern auf das Erarbeiten oder Festigen von Grundkenntnissen in Deutsch, Mathematik oder Englisch. Dazu wird neben den Schulmaterialien auch die Arbeit am PC mit einbezogen, um den Jugendlichen unter anderem einen Wechsel in der Arbeitsweise zu ermöglichen und das selbständige Arbeiten zu fördern.

Konzentration, soziales Verhalten, schwankende Lernmotivation sind Faktoren, die stark in die Arbeit der zwei Lehrerinnen einfließen. Weiterhin macht es sich positiv bemerkbar, dass die Kinder/Jugendlichen in der Regel Einzelunterricht erhalten, dadurch kann zusätzlich auf das individuelle Lerntempo eingegangen werden.

Auch die derzeitige Flüchtlingssituation geht am Kinderheim der Funke-Stiftung nicht vorbei, insbesondere bei den sog. unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Bei diesen sind die schulische Bildung und die Erfahrung mit einer Fremdsprache sehr unterschiedlich und der Erwerb der deutschen Sprache erfolgt deshalb individuell. Der kulturelle Hintergrund sowie die sprachlichen Merkmale ihrer jeweiligen Muttersprache müssen bei der Vermittlung berücksichtigt werden.

Dazu gibt einige tolle Erfolgsgeschichten:

Z., 15 Jahre, kommt aus Syrien, hat in kurzer Zeit die deutsche Sprache erlernt. Er besucht das Berufskolleg. Zweimal pro Woche kommt er zur Nachhilfe in Mathe (z.Z. Gleichungen und Gleichungssysteme). Er ist Klassenbester und will seine Leistung auch in Mathe beibehalten.

M., 15 Jahre, stammt aus Ghana. Er ist seit etwa einem dreiviertel Jahr in der Funkestiftung und besucht seit Oktober das Berufsgrundschuljahr auf einem Berufskolleg. Einmal in der Woche benötigt er Hilfe um das Erlernte zu wiederholen, festigen und eventuelle Fragen zu klären.

M., 14 Jahre, kommt aus Syrien und spricht nur seine Muttersprache. Inhalte seiner Förderung sind das Erlernen des deutschen Alphabets in Aussprache und Schrift, Wortschatzübungen, Bildung von ersten kurzen Sätzen, Lesen.

S., 14 Jahre, kommt aus Ghana. Sie spricht gut Englisch, so dass sie die grammatikalischen Strukturen der dt. Sprache, die der englischen Sprache sehr ähnlich sind, gut versteht und umsetzen kann. Thema zurzeit: Konjugation der Verben, die 4 Fälle, Deklination des bestimmten Artikels. Bis sie als Quereinsteiger in einer Schule aufgenommen wird, besucht sie die Schulhilfe 4x in der Woche.

M., 15 Jahre, kommt aus Afghanistan und spricht nur Paschto. Er hat gar keine Erfahrung mit Fremdsprachen und die Verständigung fällt schwer. Das Erlernen des deutschen Alphabets in Aussprache und Schrift und die Grundlagen der deutschen Sprache bilden erstmal den Schwerpunkt der Arbeit. M. kommt 4x in der Woche.

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