aus „Kinder krebserkrankter Eltern“

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Mitte Februar: Lars steht auf einem einfarbigen Turm, der keinen Zugang hat. Er selber ist versteckt hinter der runden Säule. „Ich will dahin, wo es ruhig ist“.
 

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Anfang März: Das Haus von Lars ist bunt und hat einen Weg nach draußen. An seinem Ende eine Brücke, auf der ein Arztkoffer steht. „Da sind viele Tiere, Wasser und Bäume.“
 

Für Lars (6 Jahre alt) sind die Monster verschwunden!

Lars ist 6 Jahre alt. Seine Mama hat Schmerzen im Bauch. Er bekommt mit, dass sie oft tage- oder sogar wochenlang weg ist. Sie sieht jetzt auch anders aus.

Papa und Oma sind oft traurig. Die Oma hat nasse Augen, nimmt ihn in den Arm und sagt nichts mehr.

Lars mag nicht alleine einschlafen und manchmal kommen Monster in sein Zimmer.

Papa bringt ihn deshalb zu Frau W. in die Krebsberatung. Die schaut mit ihm Bücher an: über andere Kinder, deren Mama oder Papa krank sind und wie die im Krankenhaus behandelt werden. Er erzählt Papa davon, und dann sitzen alle zusammen und Lars kann Fragen stellen. Jetzt weiß er, wie Mamas Krankheit heißt.

In den nächsten Stunden bei Frau W. will Lars lieber etwas mit ihr bauen. Zunächst mag er nur die einfarbigen Holzklötze nehmen. Aber dann werden sein Haus und die Landschaft darum herum immer bunter.

Nach wenigen Wochen verabschieden sich Lars und sein Vater, denn die Monster sind verschwunden.

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